Dienstag, 17. April 2018

News from an old man front: Sperrmüll, TÜV, Zahnung und so


Was sind haushaltsübliche Sperrmüllmengen?
Nun, offiziell haben wir ja immer noch zwei Haushalte im Haus, also schon mal die doppelte Menge. Rausgeschleppt haben wir heute wohl ungefähr die fünffache Menge.
Und hoffen, dass das mitgenommen wird.
Es ist Wahnsinn. Zumal wir im letzten Sommer schon einen Container gefüllt haben (nur mit Holz Müll) und immer noch wahnsinnig viel Müll im Haus verteilt haben.
Und morgen kommt ein holländischer Klüngel Kerl, der unseren Metall- und Elektroschrott mitnehmen will.
Wir können uns mittlerweile im Haus und im Garten bewegen und werden nächstes Jahr vielleicht fertig werden (bei 900qm Gelände und 300qm Haus, in dem 20 Jahre nix getan wurde, wird man nie fertig…).

Ein Problem: Wir entwickeln Stolz- und Heimatgefühle.
Und eigentlich wollen wir bleiben. Was aber unrealistisch ist, da uns Erbstreitereien bevorstehen werden.
Egal.
Wir genießen soweit möglich das Hier und Heute.
Und machen es uns schön.
Für die Schwiegermutter, für unseren Hund (der liebt den großen Garten) und auch für uns.
Und momentan glaube ich, dass wir das hinkriegen.

Morgen kriegt unser koreanisches Schlachtschiff seine Sommerreifen (Scheiß drauf: Frost ist vorbei!) und n neuen TÜV- und AU-Stempel. Gewaschen und geputzt wurde er heute (so nebenbei, trotz dem ganzen Sperrmüll…).
Ich habe bei meinen bisherigen Autos den TÜV-Termin nie so gelassen genommen.

5 Wochen und 4 Tage ohne Zigaretten!
Ich hasse es noch immer. Und bin gereizt und unausstehlich…
Da nützt das Qualmen wenig.
Immerhin: Die Zigaretten sind weg.

Ich ignoriere fast alle Menschen um uns herum. Konzentriere meine Energie auf die wichtigen Menschen. Und will mir keine Energie mehr rauben lassen.
Selbst meine FreundInnen bleiben auf der Strecke, aber sie verstehen es.
Und ich bin wahnsinnig stolz und froh, dieses Jahr nochmal Trauzeuge zu werden.
Hoffentlich nach meiner Zahnung, aber das ist da eigentlich egal.

Meine vierte Zahnung:
Es startet am 22.05. Und soll nach Plan am 18.06. vollendet sein.
Sieht gut aus und ich glaube, dass da nix mehr daneben geht.
Leute, zweieinhalb Jahre ohne Zähne und Kaufähigkeit sind die Hölle!
Hundertprozentig werde ich nie mehr kauen können, dafür sind mein Gaumen und mein Kiefer zu platt. Aber es wird besser werden.
Und auch ästhetisch ist das ja nicht unwichtig. Und ich hoffe, meine Artikulation zu verbessern (vielleicht lese ich ja danach wieder vor…) und weniger zu sabbern.
Ich werde definitiv besser drauf sein!

Fotos vom Sperrmüll, vom Garten, von unseren Baustellen und meinen Wunden funktionieren nicht: Mein Fotoapparat ist platt und wenn ich mit diesem SmartHandyPhoneDings auf Foto tippe, dann kackt das Teil im Moment sofort ab und der Akku ist leer.
Im Moment die unwichtigste Baustelle überhaupt…
Fotos oder Videos von mir gibt es ab dem 18.06.
Da freue ich mich schon drauf.


Mein Fitbit zeigt mir schon wieder über 20.000 Schritte an.
Ab morgen werden ich meine Ziele ändern:
Nicht minimal 8.000 Schritte am Tag, sondern maximal 10.000!
Und übermorgen packe ich das Teil dann in die Schublade.
Meine Muskeln und Gelenke sagen mir jeden Morgen, was ich gestern geleistet habe.

Freitag, 13. April 2018

In the Garden





Wenn du mich treffen möchtest
findest du mich momentan meistens im Garten

Ich grabe Wurzeln und Steine aus
ebne den Boden und sähe Rasen aus
und kümmere mich um den Teich
Zwei Rosen habe ich gepflanzt
in Gedanken an meinen Vater
der sein Rosenbeet gehegt und gepflegt hat
Eine Art Margaritenstamm (nee, ist keine Margarite, aber mir egal),
Lavendel, Sonnenblumensaat und der Versuch eines Kräuterbeetes:
Es läuft

Meine Frau müht sich mit dem Unkraut und den Seitenbeeten ab
Sie pflanzt Gräser und Blumen hängt Blumenampeln auf
und deckt den Boden mit Kies ab
Außerdem sorgt sie für die schönen Accessoires
Es wird schön

Ich kümmere mich um Gartenfackeln
und Feuerkörbe
und wir erleben magische Abende

Es ist jetzt beinahe ein Jahr her
dass der „Lebensgefährte“ meiner Schwiegermutter
seine demenzerkrankte „Liebe“ verlassen
und uns mit ihr alleine gelassen hat
Wir haben uns den Arsch aufgerissen
aber jetzt können wir den Garten neu genießen
und wenig erinnert noch an ihn
(Er hatte den Garten auch schön
aber auf eine andere Art
und mit idiotischen Betonbeeten
und massig Schwachsinn
- wir minimieren und räumen seinen Kram auf)

Gisela (die Mutter und Schwiegermutter) strahlt
und Claudia und ich sind stolz auf uns
und das, was wir geschaffen haben

Immer noch haben wir zig Baustellen
am und im Haus
wo zum Beispiel über verschimmelte Wände
einfach noch eine Lage Täfelung genagelt wurde
Immer noch hören wir nur
„Lohnt sich nicht, lasst es sein“

Aber wir sehen immer mehr klar
und es wird immer schöner
und es ist eindeutig jetzt auch unser Zuhause
schon alleine wegen der Schmerzen
die wir stolz ertragen
und immer noch weitermachen

Wir haben hier wahrscheinlich keine Zukunft
(Arschloch- und Erbstreiterei)
aber wir haben hier eine Gegenwart
und noch eine lange Zeit
die wir uns so schön wie möglich machen

Wenn ich an meinem Computer und in meinem Arbeitszimmer sitze
schreibe ich an meinem nächsten Buch
und höre unschlagbare Musik
und suche nach neuen Göttern
Meine Frau, der Garten (weil für alle), unser Hund, die Schwiegermutter, Freunde und das Haus (weil nötig) (genau diese Reihenfolge)
sind aber wichtiger

Wenn du mich treffen willst
findest du mich im Garten
(oder den anderen Baustellen – aber der Garten ist poetischer)
Ich werde dir eine Schaufel 
oder anderes Werkzeug in die Hand geben
und dich danach auf ein Bier oder einen Kaffee einladen

Wir können eine schöne Zeit haben

Mehr ist nicht


Mittwoch, 11. April 2018

Verdammt nochmal: Das wird ein Buch!




Es juckt in den Fingern, meine momentan entstehenden Seiten im Blog zu posten. Ich hätte auch gerne Reaktionen.
Aber ich lasse es:
Verdammt nochmal, das soll ein Buch werden!
Und um das von mir zu lesen müsst ihr dann wohl irgendwann Kohle investieren. Auch wenn durch meinen Tabakverzicht wesentlich mehr Geld bei uns zur Verfügung steht reicht das noch immer nicht. Und ich will einen neuen Plattenspieler.
Also kauft (irgendwann) das Buch.
Und Arbeitsproben werde ich nicht posten, ich finde eh, dass Literatur im Internet unterbezahlt ist…
Natürlich muss ich erst mal zu Ende schreiben. Und dann nen Verlag finden, der das macht.
Aber n Arbeitstitel Habe ich:

Auf der Suche nach der Poesie

Es wird n Prosatext, soviel steht fest. Und das Ding wächst.
Im nächsten Jahr soll es spätestens erscheinen.